Faszination Destination Spezialitäten & Rezepte

Percebes – eine gefährliche Delikatesse

Juli 27, 2016

Bei diesen Meeresfrüchten handelt es sich wohl um eine der kleinsten und exklusivsten Delikatessen Südeuropas. Bei vielen Gourmets beliebt, wird die auf Deutsch fälschlicherweise sogenannte „Entenmuschel“, mit bis zu 150,00 € das Kilo gehandelt. Die 250 gr. Portion im Restaurant kostet um die Feinschmecker bis zu 50,00 €. An der portugiesischen Alentejoküste können Sie diese Spezialität jedoch bereits für 15,00 € bis 20,00 € pro Kilo von den einheimischen „Percebeiros“ erstehen.

Foto: http://estilosdevida.bolsamania.com/

Foto: http://estilosdevida.bolsamania.com/

Doch was macht diese Krebstiere zu einer solchen kostspieligen und vor allem gefährlichen Delikatesse? Gefährlich ist hierbei insbesondere die Ernte dieser Meerestiere. „Percebes“ können nicht gezüchtet werden und so klettern mutige Männer an steilen Felswänden entlang, an denen sich die Krebstiere festgesetzt haben. Die besten und größten Exemplare findet man genau da, wo die Brandung heftig auf die Küstenfelsen aufschlägt. Somit ist die Ernte mit einem stetem Risiko verbunden, so dass in Teams gearbeitet wird; Während einer der Männer aufmerksam die annähernden Wellen überwacht, kratzen die mit Seilen gesicherten „Percebeiros“ flink die Delikatesse von den in der Brandung liegenden Felsen. Nur bis zu vier Kilo dürfen sie täglich ernten, da die „Entenmuschel“, ein ehemaliges „arme Leute Essen“, in den 70er Jahren beinahe ausgerottet worden wäre. Die Bestände erholen sich nur langsam, doch findet man sie mittlerweile wieder in ausgewählten Restaurants in Galicien in Spanien oder an der wilden Alentejoküste Portugals.
Nur kurz mit einem Lorbeerblatt und in Salzwasser gekocht werden sie dort fangfrisch ohne Beilage serviert.

Show Buttons
Hide Buttons